TITEL: Stadtneurotiker (bogue)
REGIE: Anne Ortner
SCHNITT: Anne Ortner (erstes Herantasten an imovie)
SCHAUSPIELER: Sven Weber
MUSIK: programme
Ausgangspunkt des Films war der Text von Programme (im Film natürlich zu hören):
„I’m a stranger. No one can comfort me anymore. I feel like a ghost in this town, Alone and untouchable amongst the others. I like not noticing them. No longer hoping they’ll speak to me. Walking indifferently in between them. Stoping in front of the department store and watching them. I like being alone like that. Arriving in front of my home and believing that this time it’s the one. I’m going to go home and not stop.“
Thematisiert wird das Leben in der Stadt: Entfremdung, Beobachtung/ der Blick, Einsamkeit. Unter den Blicken des Anderen sind wir verletzlich und ausgestellt wie nackte Schaufensterpuppen. Doch vor der Vitrine ist immer auch hinter der Vitrine. Der Ausbruch aus der Ausstellungssituation führt nur in ein neues Schaufenster. Aber der fremde Blick bedeutet auch den Einbruch des Unheimlichen in die Normalität: Hier (Stadtneurotiker) werden Totes und Lebendiges ununterscheidbar. Die vermeintliche Schaufensterpuppe, verlässt ihre Vitrine, durch die Verbindung von Ton und Bild beginnen die leblosen Figuren zu sprechen.
Über allem schwebt der Handyeffekt: die Handykommunikation lässt die Grenzen von innen/außen also intimen/öffentlichen verschwimmen...und ist somit vielleicht der wichtigste Grund der Stadtneurose...
